
Welchen Zweck sollen Dialoge also in einer Story erfüllen, was sollen sie dabei unbedingt beinhalten und wann sind sie überflüssig, zu lang oder zu langweilig?
Gut eingesetzte Dialoge machen die Motivationen der Figuren meistens klarer, ihre Wünsche bzw. Handlungen besser sichtbar und bringen die Geschichte im optimalen Fall weiter. Unkonventionelle oder originelle Gespräche und humorvolle Monologe würzen Romane wie Sachbücher und halten dabei die Leser bei Laune. Wenn die Leser bei einem gelesenen Gespräch ins Schmunzeln geraten oder gar laut herauslachen müssen - oder die Redewendung, der Satz oder das kreative Schimpfwort als so genial gefunden wird, dass sie sogar manchmal in die eigenen Gespräche integriert wird - dann hat der dafür verantwortliche Autor punktgenau „ins Schwarze getroffen“.
- Was aber machen gelungene Dialoge, Monologe oder Streitgespräche aus?

- Wieviel Platz sollten Gespräche in einem Roman generell einnehmen?
- Wann sollte man in einer Szene lieber reden/schreien/verhandeln, anstatt eine Action- oder Handlungssequenz einzubauen und wann ist es sinnvoll, die beiden zu verbinden und wie erkennt man das?
- Gibt es eurer Meinung dabei ein zu viel oder ein zu wenig und kommt es dabei auch auf das Romangenre an?

Ich habe Bücher gelesen, die mit witzigen Dialogen geglänzt haben, die sich aber nach einer Weile irgendwie abgenutzt und dann nur mehr genervt haben.
So nach dem Ausspruch „UNERTRÄGLICH gut gelaunt"


Es ist für Autoren - denke ich - oft nicht so einfach das richtige Maß bei Dialogen oder Monologen zu finden und es ist oft viel Fingerspitzengefühl notwendig um die „richtige Dosis“ zu finden. Wie geht ihr in der Praxis an diese Bereiche heran?
Habt ihr die Dialoge fertig im Kopf, oder entwickeln sie sich beim Schreiben?
- Wann sollte man den Redefluss der Figuren energisch einbremsen - und - habt ihr ein Rezept für das Verhältnis Dialog


- Gibt es hier eine Faustregel, nach der ihr arbeitet, oder geht das nach Bauchgefühl?
- Wie lange sollten Gespräche zwischen den Figuren eurer Meinung nach maximal andauern, bevor es mühsam wird und dringend Handlung gefragt ist?
- Und ist es sehr schwierig für euch dabei genau abzuwägen, was in so einen Dialog/Monolog unbedingt hineingehört, was zu „grenzwertig“ zählt und was schweren Herzens wegmuss?
- Gibt es Ausdrücke, die Tabu sind oder welche, die gerne verwendet werden und immer wieder passen?

- Wieviel Einfluss auf das Endergebnis der Dialogsequenzen haben dabei eure Betaleser?
- Kennzeichnet ihr diese Unterhaltungen auf besondere Weise? ( Eingerückte Zeile, Kursiv geschrieben, fett gedruckt)
- Wie steht es mit den Monologen oder Gedankengängen der Figuren. Nützt ihr die Möglichkeit, die Gedanken von (ganz bestimmten oder auch von viel mehr) Figuren
offenzulegen? Oder lasst ihr lieber die Handlungen der Protagonisten für sie sprechen?
- Wieviel Flucherei sollte im Dialogtext sein und wie kreativ/abwechslungsreich soll das Gefluche sein?
- Wie witzig sollte generell ein Text, und dabei vor allem die Gespräche der Figuren sein und ab wann wird’s für euch als Autor oder auch als Leser nervig?
- Haltet ihr als Autor/Geschichtenerzähler vor Geschichten eine Art „Einführung“ oder Prolog (Quasi so ähnlich wie …











- Wie steht es mit Epilogen oder den berühmten Enden der Märchen „Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute?“ Habt ihr einen bevorzugen Schlusssatz?
- Sind Bemerkungen oder eigene Gedanken des Autors/des Erzählers in der Geschichte nützlich, unnötig, vielleicht störend oder kommt es ganz auf die Story an? Und wenn ja, wie erkennt man das als Autor?
Aaaalsooo wieder einmal viele Fragen um euch als Autoren ein bisschen über die Schulter zu blicken.
Ich bin echt gespannt, wie ihr die Sache mit den Dialogen angeht und was ihr tut, um eure Geschichten durch geflüsterte Geständnisse, knallharte Verhandlungen, heftige Streitgespräche, bellende Befehle oder auch sanftes Liebesgeflüster zum Glänzen zu bringen und damit erinnerungswürdige Gespräche und geniale Szenen zu erschaffen.

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